Iran-Konflikt: Die Auswirkungen auf die Marktsituation von Polyurethan (PUR)

13. März 2026

Seit Ende Februar 2026 hat der Iran-Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die USA und Israel haben das Ziel ausgegeben, einen Regimewechsel in dem Land des mittleren Ostens herbeizuführen. Dabei wird auf den Einsatz militärischer Mittel zurückgegriffen. Der Iran greift im Gegenzug Ziele in Israel sowie US-amerikanische Militärbasen und kritische Infrastruktureinrichtungen in arabischen Ländern an. Zudem hat das Regime in Teheran die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert.

Polyurethan – Herstellung aus und mit Gas

Der Rohstoff für die Polyurethanschläuche von PAPUREX ist, wie der Name bereits suggeriert, der Kunststoff Polyurethan (PUR). Die Herstellung von PUR beginnt in den meisten Fällen bei Erdgas. Aus diesem werden durch chemische Prozesse (Cracking) Grundbausteine wie Ethylen und Propylen gewonnen. Diese werden zu den beiden Hauptkomponenten von PUR, den Isocyanaten und den Polyolen, weiterverarbeitet. Um die chemischen Reaktionen zur Herstellung der genannten Produkte herbeiführen zu können, sind sehr hohe Temperaturen und enormer Druck notwendig. Um dies zu erreichen, wird in den Fabriken abermals Gas als Energieträger eingesetzt.

Die Auswirkungen des Iran-Konfliktes auf den Gaspreis

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr für viele kritische Produkte der weltweiten Industrie. Dazu gehört neben Erdöl unter anderem auch Erdgas. Da diese wichtige Handelsroute aktuell nahezu vollständig blockiert ist, fallen wichtige Lieferanten von Gas für den europäischen Markt weg. Zu nennen ist hier beispielsweise Katar, das in der jüngeren Vergangenheit rund 20 % des weltweiten Flüssigerdgasbedarfes lieferte.

Neben der Blockade der Straße von Hormus wirken sich auch die eingangs erwähnten Angriffe des Irans unmittelbar auf die Entwicklung des Gaspreises aus. So wurden beispielsweise Einrichtungen für die Beförderung von Flüssigerdgas in Katar zerstört.

Die Entwicklung des Gaspreises kann z.B. an Indizes wie dem ICE Endex Dutch TTF Natural Gas Futures nachvollzogen werden. 

Iran-Konflikt: Die unmittelbaren Auswirkungen auf PAPUREX

Als Unternehmen der Kunststoffbranche, das jährlich hunderte Tonnen Polyurethan verarbeitet, ist PAPUREX empfindlich von diesen Entwicklungen betroffen. Die ersten Preiserhöhungen unserer Rohmateriallieferanten haben uns bereits erreicht. Dennoch ist es uns gerade in unsicheren Zeiten wichtig, als verlässlicher Partner für Polyurethanschläuche an der Seite unserer Kunden zu stehen. Die Versorgungslage ist kurzfristig gesichert. Die Geschäftsführung von PAPUREX hat sich zudem dazu entschieden, die erste Welle von Preiserhöhungen zu schultern und nicht an die Kunden weiterzugeben. Ein offizielles Statement dazu steht nachfolgend als Download zur Verfügung.